Massive Beteiligung der Metallerinnen und Metaller aus Kiel und Neumnster an Demonstration in Hamburg

1. Verhandlungstag in der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Kste

(14.11.2017) (Kiel, 14.11.2017) Am 15.11.2017 November starten die Tarifverhandlungen fr die Metall- und Elektroindustrie auch fr das Tarifgebiet Schleswig-Holstein und somit fr Kiel-Neumnster. Auch in Kiel und Neumnster werden an diesem Tag ber 100 Kolleginnen und Kollegen den Weg nach Hamburg antreten, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Die IG Metall fordert fr die Beschftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Anhebung der Entgelte und Ausbildungsvergtungen von 6 Prozent vor sowie eine Wahloption bei der Arbeitszeit. Beschftigte sollen danach ihre Arbeitszeit ohne Begrndungszwang auf bis zu 28 Stunden in der Woche fr einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten reduzieren und anschlieend wieder auf ihre frhere Arbeitszeit zurckkehren knnen.
Wir wollen mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit fr alle Beschftigten erreichen. Bisher geht die Flexibilisierung der Arbeitszeit in den Betrieben einseitig zu Lasten der Beschftigten. Damit wollen wir Schluss machen. Flexibilitt darf keine Einbahnstrae sein, sagte Stephanie Schmoliner, 1 Bevollmchtigte der IG Metall Kiel-Neumnster.

Bei ihrer Forderung nach 6 Prozent mehr Geld sttzt sich die IG Metall auf die guten Wirtschaftsdaten. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen fr 2017 und 2018 von einem stabilen Wachstum aus. Zuletzt haben die Forscher in ihrem Herbstgutachten ihre Prognose fr das kommende Jahr noch weiter angehoben. Sie erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2 Prozent. Haupttreiber des Wachstums ist wie schon in den vergangenen Jahren der private Konsum als Folge der gestiegenen Kaufkraft, zu der die Tariferhhungen der IG Metall mageblich beigetragen haben.
Auch die Metall- und Elektroindustrie ist in guter Verfassung. Auslastung und Renditen haben Rekordniveau erreicht. Laut einer Befragung des Ifo-Instituts rechnen die Unternehmen damit, dass die Produktion weiter steigen wird.
Zur Zurckhaltung gibt es angesichts dieser Prognosen keinen Grund. Im Gegenteil: Die hervorragenden Wirtschaftsdaten sind eine gute Grundlage, um ordentliche Entgeltsteigerungen fr die Beschftigten durchzusetzen, erklrt Schmoliner. Mit unserer Forderung nach 6 Prozent setzen wir unsere verlssliche Tarifpolitik weiter fort.
Arbeitszeiten mssen zum Leben passen. Die Mitglieder der IG Metall sollen einen individuellen Anspruch darauf bekommen, ihre Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden in der Woche zu reduzieren, bis zu zwei Jahre lang. Dies kann bedeuten, dass sie jeden Tag etwas krzer arbeiten, dass sie einen Tag in der Woche frei bekommen, dass sie zustzliche Freischichten nehmen knnen oder auch eine lngere Auszeit am Stck. Dieser Anspruch schliet ein, dass die Beschftigten im Anschluss wieder zu ihrer ursprnglichen Arbeitszeit zurckkehren anders als bei der gesetzlichen Teilzeit, bei der es kein Recht zur Rckkehr auf Vollzeit gibt.
Die Wahloption auf krzere Arbeitszeit ist auch fr Unternehmen gut, weil sie dadurch attraktiver werden etwa fr Arbeitnehmer, die Kinder zu betreuen oder Angehrige zu pflegen haben, betont Stephanie Schmoliner. Wer sich heute als Arbeitgeber modernen Arbeitszeitinstrumenten verweigert, der wird morgen ohne Fachkrfte dastehen. Daher ist es wichtig, tariflich geregelte Ansprche auf flexible Arbeitszeiten anzubieten, die sich an den unterschiedlichen Bedrfnissen und Lebensphasen der Beschftigten orientieren.

Um unsere Forderungen lautstark deutlich zu machen, werden wir die kommende Verhandlung am 15.11. 2017 in Hamburg untersttzen.

Fr Fragen stehe ich Ihnen unter der Handy-Nr. 0160-5331069 zur Verfgung.
gez. Stephanie Schmoliner
Geschftsfhrerin
IG Metall Kiel-Neumnster



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