Schmoliner: „Wir wollen auch die Zukunft der jungen Generation sichern – wird das Thema der Jugend von den Arbeitgebern weiter ignoriert, sind wir bereit den Druck in den stockenden Tarifverhandlungen weiter zu erhöhen.“

Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: 500 Auszubildende und dual Studierende in 9 Betrieben zu einem Jugendwarnstreik aufgerufen

(26.03.2021)

Vor der 6. Verhandlung der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Küste ruft die IG Metall Kiel-Neumünster rund 500 Auszubildende und dual Studierende aus 7 Kieler und 2 Neumünsteraner Betrieben zum „Jugendwarnstreik“ auf.
Am Dienstag, den 30.03.2021 werden alle betroffenen Auszubildenden und dual Studierende aufgerufen, die Arbeit niederzulegen und für ihre Zukunftsforderung Flagge zu zeigen.

In Kiel beteiligten sich Auszubildende und dual Studierende von thyssenkrupp Marine Systems, German Naval Yards Kiel, Raytheon Anschütz, Stryker Trauma, GKN Driveline, Caterpillar Motoren Kiel und Caterpillar Castings Kiel. Aus Neumünster von Danfoss Power Solutions sowie Oerlikon Neumag.

Mit kurzen Aktionen vor den Betrieben und einer zentralen Kundgebung am Germaniahafen mit Delegationen aus den Betrieben und einer anschließenden Menschenkette der jungen Metallerinnen und Metaller mit Abstand und Maske auf der Gablenzbrücke wird deutlich, dass auch die Jugend ein akzeptables Angebot der Arbeitgeber fordert und diese sich endlich bewegen müssen.

In der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall ein Volumen von vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Zur Sicherung der Beschäftigung gehört auch die unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach der Ausbildung. Um insbesondere für die junge Generation die nötige

Transformation zu gestalten, fordert die IG Metall betriebliche Zukunftstarifverträge und die Einbeziehung von Dual Studierenden in die Tarifverträge.

„Der Jugendwarnstreik zeigt, dass junge Menschen bereit sind für ihre eigenen Interessen und die Interessen ihrer älteren Kolleginnen und Kollegen auf die Straße zu gehen“, so Robert Peter, der für den Jugendbereich zuständige Gewerkschaftssekretär der IG Metall Kiel-Neumünster, „Das ist gelebte Solidarität und zeigt den Mut der jungen Kolleginnen und Kollegen, sich für mehr Ausbildungsplätze und gute Arbeitsbedingungen sowie tarifliche Regelungen und ihrer eigen Zukunft zu engagieren“, so Robert Peter weiter.

„Die Arbeitgeber sprachen vor der Krise von Fachkräftemangel und werden das nach dem Ende der Pandemie wieder tun. Jetzt ist die Möglichkeit die Zukunft der Betriebe zu sichern, indem in die Jugend investiert wird“, so Stephanie Schmoliner, 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Kiel-Neumünster.

„Die Arbeitgeber sollten diesen Warnstreik als ein weiteres Zeichen sehen, dass wir bereit sind den Druck zu erhöhen, sollte es nicht zu einer Bewegung in den stockenden Verhandlungen kommen. Wenn die Arbeitgeber sich nicht bewegen, bewegen wir sie.“ so Stephanie Schmoliner weiter.

Die Kundgebung findet statt am Dienstag, 30.3 um 12:30 Uhr am Kieler Germaniahafen unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln, mit Maske und Abstand. Die Kundgebung eignet sich für Bilder.

Ansprechpartner:in

Robert Peter
Gewerkschaftssekretär
IG Metall Kiel-Neumünster
Telefon: 0151 16 23 94 17 Email: r.peter@igmetall.de

Stephanie Schmoliner
1. Bevollmächtigte Kiel-Neumünster
Telefon: 0160-5331069 E-Mail: stephanie.schmoliner@igmetall.de

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