Pressemitteilung 29.11.2021

IG Metall Kiel-Neumünster erhöht den Druck mit Warnstreik bei NordAlu GmbH in Neumünster

(29.11.2021)

Bei der NordAlu GmbH in Neumünster, dem einzigen Aluminium-Presswerk in Norddeutschland, kommt es zu einem Warnstreik:
Am Montag, 29. November 2021 legen die Beschäftigten ab 12.00 Uhr die Arbeit nieder und verleihen ihrem Unverständnis lautstark Gehör.
Bereits im Juni 2020 hat die Geschäftsführung den seit 2005 geltenden NordAlu-Tarifvertrag mit der IG Metall gekündigt. Es folgten schwierige Verhandlungen bei denen die IG Metall-Mitglieder immer wieder zu Zugeständnissen der Belegschaft bereit waren. Als Gegenleistung forderten die IG Metall-Mitglieder eine Beschäftigungssicherung und Investitionen zur Zukunftssicherung des Standorts. „Trotzdem sind die Verhandlungen immer wieder von der Arbeitgeberseite abgebrochen worden. Das Verhalten der NordAlu-Geschäftsführung und des Vorstand der Gutman AG gegenüber den Beschäftigten war in weiten Teilen respektlos und spricht nicht für einen vorausschauenden Unternehmergeist“, erklärt Steffen Kreisl, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Kiel-Neumünster.
Noch im Frühjahr 2021 hat die NordAlu-Geschäftsführung einen massiven Stellenabbau angekündigt (ein Drittel der Belegschaft). „Wir haben diese Maßnahme von Anfang zurückgewiesen und stattdessen ein Zukunftskonzept eingefordert. Die Zeit hat uns Recht gegeben, denn der Stellenabbau hätte das endgültige Aus für das ganze Werk bedeutet“, berichtet der Betriebsrat der NordAlu GmbH.

Mittlerweile kann die NordAlu die gesteigerte Nachfrage am Aluminiummarkt gar nicht schnell genug bedienen. Die beabsichtigten Entlassungen hat die Geschäftsführung offiziell noch nicht zurückgenommen, aber bereits gegen den Willen der Belegschaft Leiharbeitnehmer:innen eingesetzt. Beim Thema Tarifvertrag spielt die Geschäftsführung hingegen weiterhin auf Zeit. Deshalb sehen sich die Beschäftigten zu einem Warnstreik gezwungen.
„Für eine Zukunft des Standorts brauchen wir eine motivierte Belegschaft. Die Kolleg:innen fordern daher zurecht sichere und faire Arbeitsbedingungen durch Tarifvertrag. Hier geht es auch um fehlende Wertschätzung und die Anerkennung ihrer Arbeit“, sagte Stephanie Schmoliner, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Kiel-Neumünster.


Ansprechpartner für Fragen
Steffen Kreisl
Gewerkschaftssekretär der IG Metall Kiel-Neumünster
Telefon: 0160 – 533 12 46|
E-Mail: steffen.kreisl@igmetall.de

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